Barfen
Der Begriff „Barfen“ ist die Abkürzung bzw. das Synonym für biologisch artgerechte Ernährung des Hundes – sprich Rohfütterung. Mit Rohfütterung ist alles in gemeint, was bei Rinderhack anfängt und beim Rehfell aufhört.
Das Wichtigste beim Barfen ist: Man muss definitiv Abwechslung in den Speiseplan seines geliebten Vierbeiners hineinbringen – nicht dass er es nicht mögen würden, nein vielmehr ist die Zusammensetzung der Nahrung und deren Nährstoffe gemeint, all das was beispielsweise im Rinderhack vorhanden ist, findet man nicht in der Karotte und natürlich umgekehrt. Wenn man sich einen Ernährungsplan für den Hund zusammenstellen will, so gibt es verschiedenen Möglichkeiten, dies erfolgreich zu tun. Zum einen kann man Hundebesitzer ansprechen, die bereits voll oder teilweise barfen oder aber mal beliest sich in Büchern, die speziell auf dieses Thema ausgerichtet sind (man muss diese nicht kaufen, man kann sie sich auch ausleihen in der nächsten Bibliothek).
Viele Ratgeber findet man auch im Internet in den verschiedenen Foren zum Thema Hund, hier meldet man sich nur in den verschiedenen Möglichkeiten an und schon kann man entweder leise lesen oder auch aktiv fragen, in aller Regel wird man erstens sehr herzlich empfangen und die meisten geben auch bereitwillig Auskunft über die Ernährungspläne ihrer Vierbeiner. Dies ist vielleicht auch ganz wichtig, denn jeder Hund hat einen unterschiedlichen Verbrauch an Kalorien und auch einen unterschiedlichen Tagesablauf, hier kann man sich also auf die Suche nach Gleichgesinnten und auch nach Haltern der gleichen Rasse begeben.
Biologisch artgerechte Ernährung setzt eigentlich auch voraus, dass man Biofleisch für den Hund kauft, sicher ist dies auch eine Kostenfrage und nicht wirklich umzusetzen, aber eines ist sicher – wenn der Hund keine Resistenzen gegen Medikamente entwickeln soll, so ist sinnvoll, ihm auch Fleisch anzubieten welches möglichst sicher völlig naturbelassen ist, denn gerade über die Nahrung wird auch viel an Medikamente aufgenommen. Außerdem ist der Wassergehalt des Biofleisches bei weitem nicht so hoch, wie bei Fleisch das aus Massentierhaltung stammt. Will man sich als Tierhalter ein „reines Gewissen“ schaffen, ist man sowieso auf der sicheren Seite, wenn man lieber ehemals glückliche Tiere verfüttert, als Tiere die hinter Gittern leben mussten – man selbst wollte das ja schließlich auch für seinen Hund nicht.
Wenn man barft, sollte man auch darauf achten, dass Hund zwischendurch einmal Reis oder auch ein paar wenige Kartoffeln, bzw. Nudeln bekommt. Dies würde er zwar in freier Wildbahn nicht finden, aber gerade wenn man zum Beispiel einen Hund führt, dessen Tatendrang überdimensional ist, dann ist man sicher gut beraten ihm auch ein paar Kohlenhydrate zu verabreichen, denn diese benötigt er zum Verbrennen. Mag man dies nicht, steht natürlich einer reinen Fleischversorgung des geliebten Vierbeiners nichts entgegen.
Wer nicht barfen kann oder will, der sollte ganz genau die Packungshinweise auf den Tüten oder Dosen von Trocken- bzw. Nassfutter beachten, denn hier ist genau verzeichnet wieviel Fett; Rohanteil; Kohlenhydrate etc. verarbeitet wurden, der Proteingehalt sollte beispielsweise definitiv die 26% Marke nicht überschreiten – ebenso sieht es mit der Rohfütterung aus.





